Was sind nicht schon für Bücher dazu geschrieben worden: Erzählen statt Aufzählen, Zen – die Kunst der Präsentation oder auch jüngst: PowerPoint: Macht und Einfluss eines Präsentationsprogramms. Man möchte daher meinen, es hätte sich schon herumgesprochen, dass man Slides auch ohne Aufzählungen gestalten kann, und seine Zuhörer nicht mit seinen Folien zwangsläufig einschläfern muss.
Die schärfste Aussage dazu hörte ich vor einiger Zeit von einem Redner, der seine Präsentation mit folgendem Satz einleitete: “Statt mit einem Joint, betäub ich ich euch mit PowerPoint”. Natürlich sarkastisch gemeint, aber es steckt ja auch immer ein Fünkchen Wahrheit dahinter.
Um die Ehre von PowerPoint zu retten: nicht das Programm ist daran schuld, dass es so viele schlechte Präsentationen gibt! Ganz im Gegenteil. Die Zutaten für eine gute Präsentation liegen in der Art und Weise, wie die Geschichte gebracht wird: in Bildern, Videos, multimedialen Inhalten und Geschichten. Geschichten sind überhaupt das A und O einer guten Präsentation. Im neuen PowerPoint 2010 gibt´s dazu einige Funktionen, die das “Geschichten erzählen” wesentlich einfacher machen und verstärken.
Die Geschichte, die ich heute erzählen möchte hat den Titel: “Meine Pinguine…..und wie ich sie los wurde”
1. Akt: Videos in PowerPoint einfügen
“Es war einmal ein kleines Naturvideo mit Pinguinen drin…”. Videos und multimediale Inhalte in PowerPoint 2010 einfügen und bearbeiten geht nun sehr einfach. Dabei ist es egal, ob ein Video als wmv oder avi-File eingebunden wird oder ein Flashfile (letzteres machte besonders in den früheren Versionen immer wieder Probleme). Ich füge also ein nettes kleines Naturvideo laut dem vorliegenden Titel ein.
Unter Einfügen –> Video kann ich ein mir genehmes Video einbinden (möglich sind unter anderem Windows Media Files, AVI, Quicktime Movie, WMV, MPEG, , MP4, MPEG-2 und SWF um nur einige zu nennen). Es ist auch möglich ein Online-Video einzubinden (zum Beispiel von Youtube).
Das Resultat sieht so aus:
2. Akt: der Schnitt
Wie so oft im Leben ist manches zu lang, besonders wenn man ein einstündiges Video hat, aber nur 10 Sekunden daraus zeigen will. Jetzt gibt´s 2 Möglichkeiten: sich mit einem Videoschnittprogramm herumquälen oder die eingebauten Videotools von PowerPoint nutzen. Nachdem ich ein fauler Mensch bin, nehme ich zweiteres
.
Ein Klick auf Wiedergabe im Reiter Videotools und schon kann das Schnipseln mit “Video beschneiden” losgehen:

Im folgenden Fenster kann ich die Start- und Endzeit genau bestimmen:
Ein Klick auf OK und fortan wird nur mehr die eingestellte Sequenz gezeigt! Natürlich kann ich genauso wie bei Bildern die Video/Bildeffekte nutzen und den Film zum Beispiel in einem Fotorahmen gedreht zeigen:
Übrigens: so wurde ich auch die Pinguine im Video los – und kann elegant meine Geschichte weitererzählen 
3. Akt: Komprimierung und Schluss
Was jetzt noch fehlt, ist eine gute Komprimierung des fertigen Werkes. Wir wollen doch nicht das einstündige Video auch weiterhin in der PowerPoint haben, und damit die Filegröße unnötig aufblasen!
Dazu gibt es im sogenannten “Backstage”-Bereich (dieser verbirgt sich im Reiter Datei) eine hocheffektive Medienkomprimierung (Reiter Datei –> Informationen).
Hier wird mir mitgeteilt, dass mein PowerPoint aufgrund des Videos derzeit 25 MB hat, es jedoch einen gekürzten Bereich (das geschnittene Video) enthält. Mit einem Klick kann ich die gewünschte Wiedergabequalität auswählen, dabei werden auch die geschnittenen Bereiche (egal ob geschnittene Videos oder Bilder) aus der Datei entfernt.
Nach der Komprimierung (hat ca. 3 Sekunden gedauert) habe ich 23,4 MB gespart (mittlere Auflösung):
Meine Datei hat nun nur mehr 1,6 MB, und ist damit im Vergleich federleicht und wieder Email-fähig geworden. Übrigens: in der geringsten möglichen Qualität hat die PowerPoint überhaupt nur 200 KB. Darf´s ein bisserl mehr sein?
Und das Ende der Geschichte: wenn Du was los werden willst – mach´s in PowerPoint!