Ein interessanter Blogbeitrag über die offiziellen Hardwarevoraussetzungen für Office 2010 tauchte vor ein paar Tagen am Office 2010 Product Team Blog auf. Wert, sich die Minimalkonfiguration anzuschauen, und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, wie diese zustande kommen.
Zunächst einmal das Wichtigste: Office 2010 verlangt nicht mehr Power als Office 2007: die Hardwarevoraussetzungen sind nämlich gleich geblieben. Im Detail heißt das:

Ok, wer verwendet heutzutage noch einen Office PC mit 256 MB Ram schoss es mir zunächst durch den Kopf. Mein JVC Subnotebook (JVC MP-XP3210DE für alle Früh-Netbook-Enthusiasten), das ich vor 7 Jahren kaufte schlug schon diese Minimal-Voraussetzungen (hatte damals 650 MHz und 384 MB Ram). Und das war damals schon recht schwach, aber trotzdem genial bei dieser Größe (oder sollte ich sagen bei dieser Winzigkeit). Aber damit sind wir schon beim Thema: Bei dem anhaltenden Netbook-Boom ist es natürlich wichtig, dass Office 2010 auch auf schwacher Hardware läuft.
Zum Vergleich: heutige Netbooks (z.b. das günstigste Lenovo IdeaPad S10) haben in der Minimalkonfiguration einen Atom 1,6 GHz Prozessor und 1 GB Ram – reichlich also für Office 2010 Anwendungen. Das sollte also mal kein Problem darstellen!
Interessant auch die Betriebssystemvoraussetzungen: auch da kann man sich entspannen: ab Windows XP Service Pack 3 (32 bit) ist man dabei. Nur bei der 64-bit Office Version (die es ab Office 2010 erstmals in der Office Geschichte überhaupt gibt) braucht man Vista 64-bit oder höher.


Wie kommen aber diese Minimal-Voraussetzungen zustande, und reichen sie wirklich?
Nun, bei Microsoft gibt es dazu eine eigene Abteilung, die diese Hardwarevoraussetzungen durchtestet: Alex Dubec, seines Zeichens Programm Manager bei MS, berichtet darüber im Office Product Team Blog.
Gibt es doch in dieser Abteilung tatsächlich ein Testlab mit 10 Jahre alten Maschinen mit dieser Minimalkonfiguration:
Intel Pentium III processor, 500 MHz 256 MB PC100 SDRAM Windows XP Professional with Service Pack 3 Ausgetestet werden 200 typische Userszenarien und 1300 Zusatztests. Zu den typischen Userszenarien gehören zum Beispiel das Öffnen und Bearbeiten eines 20-seitigen Word Dokuments oder das Erstellen einiger Excel-Tortendiagramme: ganz normale Officevorgehensweisen also. Daher ist auch klar, dass die Minimal-Requirements nur einfache “Otto-Normal-User” Office-Szenarien abdecken. Wenn man Pivot-Sheets mit 100.000 Zeilen bearbeiten will, braucht man natürlich mehr Power.
Bei diesen Tests darf die CPU Auslastung nicht 100% erreichen und als Krönung müssen sogar die Mitarbeiter der Testabteilung ihre normalen Maschinen gegen die Uralt-Dinosaurier eintauschen, und damit 1 Woche arbeiten (die Armen
).
Fazit: Wer heute Office 2007 auf seiner Maschine laufen hat, kann auch Office 2010 rennen lassen. Wer noch Office 2003 im Einsatz hat, bei dem wird auch Office 2010 mit hoher Wahrscheinlichkeit laufen. Lediglich diejenigen, die 64-Bit Office einsetzen wollen, sollten auf Vista 64bit oder gleich Windows 7 64bit umsteigen.